Neu · in Erprobung · Adiabatik-Modul

Schallschutz, der mitkühlt – adiabatische Vorkühlung in der Schall­haube

Das Adiabatik-Modul kühlt die Ansaugluft von Kälteanlagen an Hitzetagen um ca. 6–9 K vor. Weniger Hochdruckstörungen, mehr Leistung – und leiser, weil die Ventilatoren langsamer drehen dürfen.

6–9 KAbkühlung bei 35 °C / 30 % r. F.
< 25 Pazusätzlicher Druckverlust (Zielwert)
Einwegohne Umwälzung und Sprühdüsen
A1HSA3, nicht brennbar
Die Aufgabe

An Hitzetagen kommt alles zusammen

Luftgekühlte Kälteanlagen arbeiten am Limit, wenn die Außenluft am wärmsten ist. Genau dann laufen die Ventilatoren auf Höchstdrehzahl, und die Anlage ist am lautesten.

  • Hochdruck: Bei 35 °C und mehr steigt der Verflüssigungsdruck. Die Anlage regelt ab oder schaltet auf Störung.
  • Leistung: Kälteleistung und Effizienz sinken genau dann, wenn der Bedarf am höchsten ist.
  • Lärm: Volle Ventilatordrehzahl bedeutet den höchsten Schallpegel, oft auch in warmen Sommernächten.
  • Platz: Für eine separate Vorkühlung ist am Aufstellort meist kein Raum mehr.
So funktioniert es

Die Haube kühlt die Ansaugluft vor

Die Schallhaube führt die Luft ohnehin über eine definierte Ansaugfläche. Dort sitzt das Adiabatik-Modul: Wasser verdunstet auf einer benetzten Fläche und entzieht der angesaugten Luft Wärme, bevor sie das Register der Anlage erreicht.

Prinzipschnitt: Außenluft strömt durch das Adiabatik-Modul mit benetzter Verdunstungsfläche in die Schallhaube, wird dabei um ca. 6–9 K abgekühlt und erreicht das Register des Kaltwassersatzes; Abluft über den Schalldämpfer nach oben
Prinzipschnitt Schallhaube mit Adiabatik-Modul an der Ansaugseite (schematisch)
Verdunstung

Kühlung ohne Kältemittel

Die Verdunstung von Wasser senkt die Lufttemperatur. Bei 35 °C und 30 % relativer Feuchte sind etwa 6–9 K Abkühlung möglich.

Hygiene

Einweg, ohne Sprühdüsen

Das Wasser läuft einmal über die Verdunstungsfläche ab: keine Umwälzung, kein stehendes Wasser, keine Sprühnebel.

System

Abgestimmt mit der Haube

Akustik, Luftführung und Adiabatik legen wir gemeinsam aus. Zielwert für den zusätzlichen Druckverlust: unter 25 Pa.

Luftführung →
Ihr Nutzen

Schallschutz, der mitkühlt

Betriebssicherheit

Weniger Risiko einer Hochdruckabschaltung an Hitzetagen.

Leistungsreserve

Mehr Kälteleistung und Effizienz, wenn sie gebraucht wird.

Leiser bei Hitze

Kühlere Luft erlaubt niedrigere Ventilatordrehzahlen.

Alles aus einer Hand

Haube und Adiabatik abgestimmt – neu oder nachgerüstet.

Einsatzbereiche

KaltwassersätzeRückkühlerWärmepumpen im KühlbetriebRechenzentrenKlinikenProzesskälte

Technische Daten

Richt- und Zielwerte

Abkühlung der Ansaugluftca. 6–9 K bei 35 °C / 30 % r. F.
Befeuchtungswirkungsgrad45–65 % (in Erprobung)
Zusätzlicher Druckverlust< 25 Pa (Zielwert)
Wasserbedarf (Verdunstung)ca. 4,7 l/h je 10.000 m³/h Luft und K Abkühlung
BetriebsartEinweg, ohne Umwälzung und ohne Sprühdüsen
Wasserqualitätenthärtet oder teilentsalzt
WerkstoffeHSA3 (Baustoffklasse A1), MiniTec 45×45, Alu seewasserfest im Nassbereich
WasseranschlussTrinkwasser über Systemtrenner nach DIN EN 1717

Rechenbeispiel

100.000 m³/hLuftvolumenstrom eines Muster-Kaltwassersatzes
35 → 28 °C7 K Abkühlung bei 35 °C / 30 % r. F.
≈ 330 l/hWasserbedarf in der Spitzenstunde (4,7 × 10 × 7)
nur bei Hitzein Mitteleuropa typisch einige hundert Stunden im Jahr

Richt- und Zielwerte, Entwicklungsstand 2026, technische Änderungen vorbehalten. Der Gewinn an Kälteleistung und Effizienz hängt vom Gerät ab und wird projektbezogen berechnet. Die hygienischen und rechtlichen Anforderungen an Verdunstungssysteme (u. a. 42. BImSchV, VDI 2047) prüfen wir für jedes Projekt.

Pilotanwender gesucht

Testen Sie das Adiabatik-Modul an Ihrer Anlage

Für die Erprobung suchen wir Betreiber und Planer mit luftgekühlten Kälteanlagen, die an Hitzetagen an ihre Grenzen kommen – als neue Haube oder als Nachrüstung einer bestehenden. Messdaten und Anlage bleiben dabei Ihre: Wir veröffentlichen keine Namen oder Standorte ohne Ihre Zustimmung.

Mit diesen Angaben können wir die Eignung schnell prüfen

  • Hersteller, Gerätetyp, Anzahl
  • Luftvolumenstrom und Druckreserve
  • Neue Haube oder Nachrüstung
  • Probleme an Hitzetagen (Hochdruck, Leistung)
  • Schallziel und Immissionsort
  • Betriebszeiten, auch nachts
  • Wasseranschluss und Ablauf vor Ort
  • Aufstellplan und Platz an der Ansaugseite
  • Gewünschter Zeitraum für die Erprobung

Häufige Fragen

Wie viel Wasser verbraucht das Adiabatik-Modul?

Rund 4,7 Liter pro Stunde je 10.000 m³/h Luft und Kelvin Abkühlung. Da das Modul nur an heißen Tagen läuft, bleibt der Jahresverbrauch überschaubar.

Entstehen Sprühnebel oder Aerosole?

Das Modul arbeitet ohne Sprühdüsen und ohne Umwälzung: Das Wasser läuft einmal über die Verdunstungsfläche und fließt ab. Die hygienischen Anforderungen prüfen wir für jedes Projekt.

Welches Wasser wird benötigt?

Enthärtetes oder teilentsalztes Wasser, angeschlossen an das Trinkwassernetz über einen Systemtrenner nach DIN EN 1717.

Kostet das Modul Kälteleistung?

Wir legen Haube und Adiabatik so aus, dass der zusätzliche Druckverlust unter 25 Pa bleibt (Zielwert). An heißen Tagen überwiegt der Gewinn durch die kühlere Ansaugluft deutlich.

Lässt sich das Modul nachrüsten?

Ja. Das Adiabatik-Modul ist sowohl für neue Schallhauben als auch zur Nachrüstung bestehender Hauben vorgesehen.

Ab wann ist das Modul verfügbar?

Das Modul befindet sich in der Erprobung. Wir suchen Pilotanwender – sprechen Sie uns an.

Projekt anfragen

Schicken Sie uns Gerätetyp, Anzahl und Aufstellort – oder holen Sie sich direkt einen Richtpreis im Konfigurator.

Silent Engineering di Romolo Vicari
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