Schallschutz für BESS und R290: Wo Mineralwolle und Schaum an Grenzen stoßen

Batteriespeicher (BESS) und Wärmepumpen mit Propan (R290) stellen an eine Schallhaube andere Anforderungen als klassische Anlagen. Neben der Schalldämmung zählen Brandlast, Zündquellen, freie Durchströmung und Dauerhaltbarkeit. Genau hier stoßen Absorber aus Mineralwolle oder Kunststoffschaum an Grenzen.
ForCoTech-Schallhauben setzen deshalb auf HSA3: einen Absorber aus Metall, entwickelt von unserem Partner ABSORA, ohne Fasern und ohne Schaum.
1. Keine zusätzliche Brandlast
HSA3 ist nichtbrennbar (A1 nach EN 13501-1). Die Haube bringt damit kein Material in die Nähe der Anlage, das im Ernstfall mitbrennt.
- Kunststoffschäume auf PE- oder PU-Basis sind organisch und damit brennbar, als FR-Ausführung schwer entflammbar. Im Brandfall können sie schmelzen und Rauchgase freisetzen.
- Bei BESS kann ein thermisches Durchgehen einer Zelle einen Brand auslösen. Ein brennbarer Absorber in der Einhausung verstärkt ihn.
- Bei R290 kann ein Kältemittelleck mit Zündung einen Folgebrand in der Haube auslösen.
- Mineralwolle ist je nach Produkt ebenfalls nichtbrennbar, hat aber andere Schwächen (Abschnitt 4).
Brandschutzgutachter und Sachversicherer verlangen im Umfeld von Batteriespeichern und brennbaren Kältemitteln zunehmend nichtbrennbare Materialien.
2. R290: freie Durchströmung, keine Zündquellen
Propan ist schwerer als Luft. Bei einem Leck darf sich in der Haube keine zündfähige Konzentration sammeln.
- Dicke Absorberpakete verengen Querschnitte und schaffen Toträume, in denen sich Gas halten kann.
- Kunststoffschäume und Kunststoffvliese, mit denen Mineralwolle meist kaschiert ist, sind isolierend und damit nach TRGS 727 aufladbar. Elektrostatische Entladungen sind eine Zündquelle. Im Schutzbereich einer R290-Anlage haben solche Materialien deshalb nichts zu suchen.
- HSA3 aus Metall lässt sich durchgehend erden und baut schlank. Unsere Hauben haben keinen Boden und Durchströmöffnungen in den Profilen, damit austretendes Kältemittel frei nach unten abfließt.
Eine Einhausung um eine R290-Anlage setzen wir nur mit Freigabe des Geräteherstellers um. Mehr dazu auf unserer Technik-Seite.
3. Schlanker Aufbau: weniger Druckverlust, mehr Wirkung im Tiefton
HSA3 arbeitet mit einem Resonanzhohlraum von nur 44 mm. Poröse Absorber brauchen für tiefe Frequenzen dagegen viel Bautiefe.
- Weniger Druckverlust: In einer Vergleichsmessung von ABSORA erreichte ein HSA3-Schalldämpfer 73,9 statt 74,9 dB(A) bei 12 statt 20 Pa Druckverlust gegenüber einer Mineralwolle-Kulisse.
- Thermische Sicherheit: BESS-Kühlung und Wärmepumpen reagieren empfindlich auf Luftmangel. Freie Querschnitte vermeiden Leistungsreduzierung und Hochdruckstörungen.
- Tiefe Frequenzen: Umrichter und Transformatoren brummen bei 100 Hz und deren Vielfachen, Verdichter erzeugen tieffrequente Anteile. HSA3 ist gezielt auf diesen Bereich abgestimmt.
- Kompakte Hauben: Geringere Wandstärken sparen Platz auf Dach und Grundstück.
4. Keine Feuchte, keine Fasern, keine Alterung
Außenaufgestellte Anlagen sind Regen, Tauwasser, Abtauwasser, UV-Strahlung und Temperaturwechseln ausgesetzt. HSA3 nimmt keine Feuchte auf, gibt keine Fasern ab und lässt sich reinigen.
- Mineralwolle saugt Wasser auf. Sie verliert dann Absorptionsleistung, wird schwer und fördert Korrosion an der Unterkonstruktion.
- Faserflug: Bei hohen Luftgeschwindigkeiten lösen sich Fasern. Sie gelangen in Filter, Wärmetauscher und die Kühlluft von Elektronik und Batterien.
- Kunststoffschäume altern unter UV und Temperaturwechseln und sammeln Staub und Öl in den Poren.
- HSA3 ist so beständig, dass wir es sogar in der adiabatischen Vorkühlung dauerhaft mit Wasser benetzen.
5. Nach einem Störfall wieder einsatzbereit
Nach einem Kältemittelleck oder einem Batterievorfall sind poröse Absorber mit Öl, Elektrolyt oder Rauchrückständen belastet und müssen ersetzt werden. HSA3-Oberflächen lassen sich reinigen und weiterverwenden. Das verkürzt Stillstand und senkt Folgekosten.
Im Vergleich
| Eigenschaft | Mineralwolle | Schaumstoff (PE/PU) | HSA3 (Metall) |
|---|---|---|---|
| Brandverhalten | nicht brennbar, je nach Produkt | brennbar, als FR-Ausführung schwer entflammbar | A1, nicht brennbar |
| Feuchte, Regen, Tauwasser | saugt Wasser auf | je nach Produkt | unempfindlich |
| Fasern, Abrieb | Faserflug möglich | keine Fasern | keine Fasern |
| Elektrostatische Aufladung (R290) | meist mit Kunststoffvlies kaschiert – im R290-Schutzbereich unzulässig | isolierend, nach TRGS 727 aufladbar – im R290-Schutzbereich unzulässig | Metall, durchgehend erdbar |
| Bautiefe für tiefe Frequenzen | groß | groß | gering, 44 mm Resonanzhohlraum |
| Druckverlust in Kulissen | Referenz | vergleichbar | bis zu 40 % geringer |
| Nach Leck oder Brand | Austausch | Austausch | reinigbar, weiterverwendbar |
Allgemeine Eigenschaften der Materialgruppen; Werte einzelner Produkte können abweichen. Druckverlust: Vergleichsmessung ABSORA GmbH.
So ist eine ForCoTech-Schallhaube aufgebaut
- Tragrahmen aus eloxierten Aluminiumprofilen, modular und in der Werkstatt vorgefertigt
- Außenpaneele aus 1,5 mm Aluminium, pulverbeschichtet; in Meeresnähe komplett aus seewasserfestem Aluminium
- Innenverkleidung aus HSA3 mit Resonanzhohlraum, ohne Mineralwolle und ohne Schaum
- Ohne Boden und berührungsfrei um die Anlage gebaut, mit Durchströmöffnungen in den Profilen
- Abluft über HSA3-Röhrenschalldämpfer, ausgelegt auf höchstens 5 m/s Luftgeschwindigkeit
- Auslegung mit CFD und BIM für jedes Projekt
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Senden Sie uns Gerätedaten und Schallanforderung an info@forcotech.com. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Tagen. Mehr zu unseren Lösungen: Wechselrichter & BESS.
